Eine Erkältung ist...
Erkältungen
oder „grippaler Infekt“ sind Begriffe, mit denen in der Alltagssprache akute
Infektionen
der Nasenschleimhaut, in der Regel einschließlich der Nasennebenhöhle, der
Rachenschleimhaut
und/oder der Bronchialschleimhaut bezeichnet werden.
Die Beschwerden werden überwiegend durch Viren ausgelöst, können aber zusätzlich
durch Bakterien
überlagert werden („Superinfektion“).
Erkältungsinfekte sind die häufigsten Infektionskrankheiten des
Menschen.
Erwachsene erkranken durchschnittlich 2 bis 3x / Jahr, bei Kleinkindern sind
Erkrankungshäufigkeiten
bis zu 10 (-13) x nicht ungewöhnlich.
und Schluckbeschwerden, oft mit verstärktem Kälteempfinden („Frösteln“)
verbunden.
Ein typisches, oft gleichzeitig auftretendes Symptom ist der „Schnupfen“,
die Entzündung der Nasenschleimhaut,
die mit Kitzeln, teilweise Brennen, Niesreiz und Niesen und Kopfdruck ihren Höhepunkt
meist am 2. Erkrankungstag
erreicht. Die Beschwerden sind zum Teil von Kopf- und Gliederschmerzen
begleitet, die 4 bis 5 Tage anhalten können.
Die
Höhe des Fiebers hängt von der Art des Virus und der körperlichen und
seelischen Verfassung des Erkrankten ab.
Die Beschwerden können in einen trockenen Reizhusten übergehen, der zum Teil längere
Zeit fortbesteht.
Die akute Erkrankung ist fast immer nach etwa einer Woche überstanden, kann
aber durchaus bis zu 2 Wochen anhalten.
Bis zu einer vollständigen Erholung, vor allem zum Abklingen des Hustens können
aber manchmal 2 bis 3 Monate vergehen.
Therapie der Erkältung
Solche
Infekte bedürfen in der Regel einer Behandlung mit etwas Ruhe (früher
schlafen gehen, bei starkem
Krankheitsgefühl 2-3 Tage Bettruhe) und der Behandlung mit sogenannten
Hausmitteln.
Darunter versteht man ausgiebiges Trinken warmer, nichtalkoholischer Getränke
(Tee, Mineralwasser, Saft),
Inhalation von Dampf einer
Kochsalz-Lösung, ggf. Einstellung des Rauchens.
Bei
Menschen mit chronischen Erkrankungen der tieferen Atemwege wie chronischer
Bronchitis, COPD oder Asthma,
können diese, sonst eher als banal einzustufenden Erkältungen eine
Verschlimmerung der Atemwegssituation bewirken,
sodass dann verstärkt Atemnotbeschwerden auftreten. In diesem Falle sollte
der Arzt aufgesucht werden, um die Asthmabehandlung
anzupassen. Krankheitsverlauf ist in solchen Fällen in der Regel länger, dabei
besteht
die Verschlechterung der Situation in den tiefen Atemwegen oft länger als
der Infekt selbst.
Als
Regel für beide Patientengruppen gilt, dass ein Arzt aufgesucht werden sollte,
wenn ein starkes Krankheitsgefühl
besteht und die Krankheitssymptome länger als eine Woche andauern.
Eine Grippe ist...
Landläufig
werden mit der Diagnose 'Grippe' fälschlicherweise oft Atemwegsinfekte
bezeichnet, die in Wirklichkeit
banale Erkältungen („grippale Infekte“) sind.
Eine
Grippe (Influenza A) wird von besonderen Stämmen von Grippeviren hervorgerufen.
Sie ist in der Regel eine Erkrankung des gesamten Organismus, die mit
erheblichen Störungen des Allgemeinbefindens verbunden sind.
Zu den typischen Symptomen der Grippe gehören starkes allgemeines Krankheitsgefühl,
hohes Fieber, Halsschmerzen,
Kopfschmerzen, Husten, Mattigkeit mit Muskelschmerzen. Eine Grippe kann
eventuell zu Defekten der inneren Organe (Herz, Kreislauf) führen.
Die
Viren verbreiten sich durch die Luft und werden als Tröpfcheninfektion von
Mensch zu Mensch übertragen.
In Ballungsgebieten ist die Infektionsrate naturgemäß entsprechend höher
als in ländlichen Gebieten.
Die letzte Grippepandemie (d. h. eine Grippeerkrankung durch einen besonderen Grippevirus
über viele Länder hinweg)
forderte um 1927 und 1956 in Europa mehrere Millionen Tote.
Der
akute Erkrankungsverlauf der Grippe erstreckt sich über ca. 2 Wochen mit einer
verlangsamten Erholungszeit.
Bis zur vollständigen Erholung können oft 2-3 Monate vergehen.
Bei
mangelnder Schonung und Behandlung können bei der echten Grippe Komplikationen
auftreten,
wie bleibende Schäden am Herzmuskel, die zu einer Herzinsuffizienz führen.
Gegen Grippeviren helfen keine Antibiotika, sondern nur allgemeinmedizinische Maßnahmen.
In den letzten Jahren wurden zunehmend Grippevirenmedikamente entwickelt, die
jedoch
noch nicht in breiter Front eingesetzt werden und nur bei prophylaktischer Gabe,
d. h. beim Verdacht einer Infektion ihre
hilfreiche Wirkung entfalten können. Aus diesem Grunde ist leicht
einzusehen, dass bei gleichzeitig hohem Preis eine breite
Anwendung der Medikamente für Hunderttausende von Menschen nur unter besonderen
Umständen möglich ist.
Grippeschutzimpfung
Einen
ausgezeichneten Schutz bieten die Grippeimpfstoffe, deren Zusammensetzung alljährlich
neu erfolgen muss,
um gegen den Erreger wirksam zu sein. Fachleute der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) definieren in großangelegten
Untersuchungen den Erreger und veranlassen die Herstellung des für das Jahr
relevanten Impfstoffes und treffen aufgrund
der Charakteristik der jeweiligen Grippeviren Voraussagen über die
Entwicklung der Grippesituation in der kalten Jahreszeit.
So werden in jedem Jahr bei uns im Juli oder August neue Grippeimpfstoffe gegen
die zu erwartenden Grippevirenstämmen
neu zusammengesetzt und sind im Spätsommer oder Frühherbst
einsatzbereit.
Die
Grippeimpfung besteht in einer einmaligen intramuskulären Injektion und wird
in aller Regel sehr gut vertragen, es sei denn,
es besteht eine Hühnereiweißallergie. In diesem Fall darf nicht geimpft
werden, da die Viren in Hühnereiern gezüchtet werden.
Eine
Übertragung bzw. Auslösung der Grippe durch die Impfung ist nicht möglich, da
es sich bei dem Impfstoff um einen Totimpfstoff handelt,
der keine Eigenschaft als Krankheitserreger mehr hat, aber in der Lage ist, die
gewünschte Immunantwort des Organismus zu provozieren.
Der Organismus ist somit auf den Kontakt mit dem Grippeerreger vorbereitet, weil
er bereits über genügend Antikörper verfügt,
die den anflutenden Grippevirus bekämpfen. Erkrankungen an Erkältungen oder
sogenannten banalen grippalen Infekten nach der
Impfung sind jeweils zufälliger Natur.
In
unserer Praxis werden seit Jahren alljährlich zahlreiche Patienten erfolgreich
gegen die jeweiligen Grippestämme des Jahres geimpft.
Wir haben mit dieser Impfung bisher bezüglich Verträglichkeit und Wirkung sehr
positive Erfahrungen gemacht.
Was ist Asthma?
Der
Begriff "Asthma" wird in der Regel für das Asthma bronchiale
verwendet,
auch wenn es andere Asthmaformen (z. B. Asthma cardiale) gibt.
Asthma bedeutet Atemnot.
Im
Falle des Bronchialasthma handelt es sich um eine wechselnd starke und
meistens nicht dauernd vorhandene Verkrampfung bzw. Verengung der Bronchien,
die die Atmung erschwert.
Häufig beginnt das Asthma mit Reizhusten. Die Ursache hierfür ist eine Entzündung
der
Bronchialschleimhaut und eine dadurch hervorgerufene verstärkte Reizbarkeit der
Atemwege.
Was ist eine COPD?
(wird noch ergänzt)
Eine Bronchoskopie ist:
Die Spiegelung
der inneren Atemwege bezeichnet man als Bronchoskopie.
Sie wird sowohl zur Diagnostik als auch zur therapeutischen Intervention
durchgeführt.
Man
unterscheidet prinzipiell zwischen flexibler und starrer Bronchoskopie.
Sie findet entweder in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose statt.
Bei der Methode
mit dem flexiblen Gerät (Fiberbronchoskopie) wird eine Fiberglasoptik mit einem
Durchmesser von
ca. 6 mm durch den Mund oder die Nase eingeführt und in die nachfolgenden
kleinen Atemwege (Bronchien) der Lunge
vorgeschoben, so dass eine Inspektion der tieferen Atemwege (Luftröhre und
Bronchialbaum bis in die 3. und 4. Verästelungsgeneration)
möglich ist. Bei der starren Bronchoskopie erfolgt die Einführung des Gerätes
in Vollnarkose durch den Mund.
Indikationen
Eine
Bronchoskopie wird durchgeführt zur Abklärung von:
In unserer
Praxis bieten wir folgende diagnostische und therapeutische Konzepte an:
Mit kleinen Instrumenten (Absaugkatheter, Bürste, Zange oder Punktionsnadel)
werden Proben von Bronchialschleimhaut
oder kleine
Gewebestücke aus Luftröhre, Bronchien oder den Lungenbläschen schmerzfrei
entnommen.
Diagnostische bronchoalveoläre Lavage (BAL)
Sie dient der Gewinnung von Zellmaterial und Sekret aus den kleinsten Atemwegen
zur feingeweblichen und
laborchemischen Untersuchung (Zytologie, Histologie) sowie zur bakteriologischen
Untersuchung.
Praktisch
wird ein kleines Lungenareal mit steriler Flüssigkeit gespült und diese wieder
abgesaugt.
Hierdurch
gewinnt man Hinweise auf Vorliegen und Art von Tumoren sowie Infektionserregern
oder
chronischen
Lungenerkrankungen.
Entfernung von Fremdkörpern
Fremdkörper können mittels Fasszangen, Schlingen, Saug- oder Ballonkathetern
atraumatisch entfernt werden.
Bronchoskopie
in Allgemeinarkose
Bei speziellen Fragestellungen, wie Entfernen von Fremdkörpern aus dem Bronchialbaum,
kleinen chirurgischen Eingriffen
oder stark
ausgeprägter bronchialer Empfindlichkeit kann die Bronchoskopie in
Allgemeinnarkose,
d.h. in
Tiefschlaf mit Muskelentspannung, durchgeführt werden. Zum Einsatz kommt
dazu das starre Gerät,
da während der
Tiefschlafphase gleichzeitig beatmet wird.
Mit dieser
Methode können größere Gewebeproben entnommen oder größere Fremdkörper
entfernt werden.
Sie ist die Methode der Wahl bei sehr stark ausgeprägten Hustenzuständen,
starker Verschleimung oder individueller Empfindlichkeit.
In der Regel sind die geschilderten Maßnahmen weitgehend komplikationsfrei. Bei
empfindlichen Menschen kann ein
sogenannter
Stimmritzenkrampf auftreten, der in der Regel jedoch medikamentös gut
beherrschbar ist.
Bei
speziellen Probeentnahmen wie der Entnahme von Lungengewebe aus dem Lungenmantel
können in
Einzelfällen
schwerwiegende Komplikationen wie Blutungen oder ein Pneumothorax
auftreten.
Die
Komplikationsrate bzw. die zu erwartenden Komplikationen müssen bei der
Planung einer solchen Untersuchung
jeweils mit
dem behandelnden Arzt individuell besprochen werden.
Anmerkungen
zur Bronchoskopie
Lokalanästhesie an, als auch die Möglichkeiten die Untersuchung mit dem
flexiblen
oder starren Gerät in Allgemeinnarkose durchzuführen
ein Ruhe-EKG, eine aktuelle Röntgenaufnahme der Thoraxorgane in 2 Ebenen
erforderlich,
die Sie bei Ihrem behandelnden Arzt oder bei uns durchführen lassen können (s.
Checkliste).
einer Blutgasbestimmung, eventuell einer Lungenfunktionsuntersuchung, wird der
Ablauf der Untersuchung
mit Ihnen besprochen und der Untersuchungstermin vereinbart.
mit dem flexiblen Gerät, als auch mit dem starren Bronchoskop in
Allgemeinnarkose. Sie dürfen 8 Stunden vor der
Untersuchung keine Nahrung oder Flüssigkeit mehr zu sich nehmen, keine Bonbons
lutschen, Kaugummi kauen
oder Rauchen, da sonst das Risiko besteht, dass Sie bei der örtlichen Betäubung
bzw. in der Narkose
Mageninhalt in die Atemwege bekommen.
Dringend notwendige Medikamente können nach Rücksprache mit einem winzigen
Schluck Wasser genommen werden.
In der Regel können
Sie 2 Stunden nach der Bronchoskopie in Lokalanästhesie wieder eine leichte
Mahlzeit und Getränke
zu sich nehmen und dann auch ggf. nachträglich Ihre Medikamente einnehmen,
die Sie wegen der Untersuchung pausiert haben.
Nach der
Untersuchung ist in der Regel ein leichtes Kratzen im Hals zu verspüren und die Stimme
kann noch etwas rau sein.
Wenn Schleimhautproben entnommen worden sind, können bis 48 Stunden danach noch
leichte Blutspuren im Sekret zu
beobachten sein. Dies ist jedoch harmlos und hört von selbst wieder auf.
Nach der
Untersuchung in Lokalanästhesie, sind Sie zwar wach und ansprechbar,
jedoch kann Ihre Konzentrationsfähigkeit
noch durch das Beruhigungsmittel, das Sie bekommen haben, beeinträchtigt sein.
Weder nach
einer Untersuchung in Lokalanästhesie mit Gabe eines Beruhigungsmittels, noch
in Allgemeinnarkose,
dürfen Sie mit dem eigenen PKW fahren, auch wenn Ihnen der Anästhesist
bescheinigt, den Heimweg antreten zu können.
Für den Rücktransport ist eine Begleitperson erforderlich, gleich ob Sie mit
dem Taxi, mit dem PKW oder
mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.
Eine Allergie ist...
Mit
dem Begriff Allergie
bezeichnen wir eine in der Regel unangemessene Empfindlichkeitsreaktion
des Immunsystems auf an sich harmlose Fremdstoffe, die vom Körper
aufgenommen worden sind
oder mit denen der Körper Kontakt bekommen hat.
Da
das fehlgesteuerte Immunsystem harmlose Fremdkörper fälschlicherweise als
Bedrohung für den
Organismus ansieht, reagiert es mit einer, oft überschießenden Abwehrreaktion.
So
lösen bei entsprechend sensibilisierten Menschen Baum- oder Gräserpollen, die
in die Atemwege
aufgenommen werden, eine heftige Schleimhautreaktion aus.
Eine Reaktion, die man landläufig als „Heuschnupfen“ bezeichnet.
Obwohl
es eigentlich nicht notwendig ist, provoziert das Immunsystem Reaktionen, um den
Körper zu schützen.
Durch eine vermehrte Schwellung der Schleimhaut soll das Eindringen der Partikel
verhindert, zusätzlich sollen
die eingedrungenen Fremdkörper durch eine vermehrte Schleimbildung herausgespült
werden.
Im Extremfall bewirkt es, dass sich die Atemwege verengen, um das Eindringen der
unerwünschten Partikel in
die Atemwege zu verhindern, wie es beim Asthma bronchiale der Fall ist.
Allergiesymptome
können sich jedoch auch auf der Haut (Kontaktallergie) und im Darm
(Nahrungsmittelallergie) abspielen.
In
unserer Praxis beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig mit Allergien der
Atemwege, d. h. Allergien die durch
sog. Inhalationsallergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare etc. ausgelöst
werden.
Folgendes könne Sie gegen Ihre Allergie tun:
Die
erste und wichtigste Maßname ist, den allergieauslösenden Stoff nach Möglichkeit
zu meiden.
Dies ist in der Regel möglich bei Allergien auf Lebensmittel, Kosmetika,
Tierhaare und ähnlichem.
Bei
einer Allergie gegenüber überall vorhandene („ubiquitäre“), nicht
vermeidbare Stoffe (z. B. Pollen)
kann akut mit Medikamenten geholfen werden („symptomatische Therapie“).
Längerfristig
kann nach der entsprechenden Identifikation der Auslöser in vielen Fällen
eine
Hyposensibilisierung helfen, z. B. gegenüber Pollen und Milben(„kausale
Therapie“).
Eine Hyposensibilisierung ist:
Bei einer
Hyposensibilisierungsbehandlung, ein anderer Begriff dafür ist spezifische
Immuntherapie (SIT),
werden dem Körper in regelmäßigen Abständen geringe Dosen des Stoffes zugeführt,
gegen den sich die
allergische Reaktion richtet. Um keine allergischen Reaktionen auszulösen,
werden die Dosen in kleinen
Schritten gesteigert, bis eine sog. Erhaltungsdosis erreicht ist.
Durch die dauernde Konfrontation mit dem Allergen kommt es sozusagen zu einer
„Gewöhnung“ des
Immunsystems an den fälschlicherweise als Bedrohung angesehenen Stoff und zu
einem Nachlassen der
typischen Allergiesymptome.
Hyposensibilisierungsbehandlungen
werden vor allem bei allen Pollenallergien erfolgreich durchgeführt,
aber auch bei Milbenallergien (Hausstaubmilben).
Bei Erwachsenen werden die Allergenlösungen als Spritze unter die Haut
verabreicht, bei Kindern
zum Teil als Tropfen zugeführt.
Bei Pollenallergien reicht
häufig eine Phase von 6-12 Wochen pro Jahr vor der Pollenflugsaison
aus („präsaisonal“), die in drei aufeinander folgenden Jahren durchgeführt
wird.
Erfolgreicher ist aber die
ganzjährige Anwendung („perennial“), die bei
Hyposensibilisierungsbehandlungen
gegen Milben grundsätzlich erforderlich ist.
Auch hier beträgt die
Behandlungsdauer mindestens 3 Jahre.